Zum Inhalt springen

Impuls zum Fest Kreuzerhöhung

Kreuz in der Abtei St. Walburg
(Foto: Sr. M. Fides Nossek OSB)

Anlass des Festes ist die Auffindung des Kreuzes durch Kaiserin Helena und die Einweihung der Auferstehungsbasilika am 13. September 335 in Jerusalem. Auf einer Anhöhe stehend habe Bischof Makarios das wahre Kreuz unverhüllt gezeigt, unter den Kyrie-Eleison-
Rufen des Volkes das Kreuz aufgerichtet und zur Anbetung dargereicht, so will es die Überlieferung. In den orientalischen Liturgien ist dies eine umfangreiche, bedeutungsvolle Zeremonie, während welcher der Priester sich mehrmals segnend nach allen vier Himmels-
richtungen wendet. Der ganzen Welt, ja dem Kosmos wird das Kreuz präsentiert. So lautet in der Ostkirche der volle Name des Festes:

„Erhöhung des kostbaren und lebenspendenden Kreuzes für alle Welt“

Kreuzerhöhung – losgelöst vom Karfreitag – ist ein eigenes Fest. Nicht das Leiden, sondern der errungene Sieg steht im Vordergrund.

Die meisten unserer Kreuze im Westen zeigen einen Gekreuzigten mit der Aufschrift

INRI

Von Sieg und Erhöhung ist die Rede.

Aber wir sehen auf unserer Darstellung einen am Galgen Hingerichteten, keinen Geehrten im Sportstadion auf dem Siegertreppchen erhöht, keinen Sieger, der seinen Pokal küsst, oder einen Glücklichen bei einer Preisverleihung.  

Wer ist unser Erhöhter?

Die Inschrift INRI wurde nach dem Johannes-Evangelium 19, 19-22 von Pilatus als Urteilsbegründung zum Hohn für die Juden verordnet. Sie soll die Identität des Verurteilten angeben. Alle Bewohner des Machtbereiches der Römer sollen sie verstehen, darum in Hebräisch, Lateinisch und Griechisch abgefasst.

JESUS  NAZARENUS  REX  JUDAEORUM

JESUS von NAZARETH KÖNIG der JUDEN

I  = Jesus

Ein im Judentum nicht ungewöhnlicher Rufname, auch in der Form Jeschua, Jehoschua, Josua gebraucht wird und „Jahwe ist Heil“ bedeutet.

Jesus, ein Mensch seiner Zeit.

 N = Nazareth

Ein unbedeutendes Dorf in Galiläa, kein Kerngebiet des Judentums, vormals heidnisches Gebiet, erst ca. vor 100 Jahren rejudaisiert, mit eigenem Dialekt, Regierungsbezirk von König Herodes Antipas.

Jesus aus wenig angesehener Herkunft

 R = Rex   I= Judaeorum

König  der Juden

So lautete die Anklage. Hatte aber Jesus nicht immer wieder das Ansinnen der Zeugen seiner Wundertaten, ihn zum König zu machen, energisch zurückgewiesen? Vor Pilatus stellte er deutlich klar:

 „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt ... Ja, ich bin ein König“ (Joh 19,36f.)

Am Kreuz ist Jesus besiegt. Die Macht des Todes hat ihren Höhepunkt erreicht,
jedoch nicht endgültig; denn als Sohn Gottes übergibt Jesus seinen Tod dem Vater:
„Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist“ (Lk 23,46)

Ein Paradox  – Der Sieg geschieht in Schwachheit als Niederlage.  

Der Hymnus im Brief an die Philipper besingt die Erhöhung 2,5-11:

„Er war Gott gleich, / hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,
sondern er entäußerte sich / und wurde wie ein Sklave /
und den Menschen gleich. / Sein Leben war das eines Menschen;

er erniedrigte sich / und war gehorsam bis zum Tod, / bis zum Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht /

und ihm den Namen verliehen, / der größer ist als alle Namen,

damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde /

ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu

und jeder Mund bekennt: /

«Jesus Christus ist der Herr» - / zur Ehre Gottes, des Vaters.“

Im Tod besiegt der am Kreuz Erhöhte den Tod und die Sünde. (Hebr 9,26)

„Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. (Joh 12,31/32)

Sein Siegespreis ist unsere Erlösung von allen Fesseln.

Im Tod hat der Gekreuzigte alle Räume der Schöpfung durchschritten. Der Erhöhte nimmt alles, was lebt,  in sein Königreich auf: „Es ist vollbracht“ Der Erste, der dies erkannt und geglaubt hat,  ist der rechte Schächer.

Die Kreuzesinschrift                    INRI
lautet vom Glauben erhellt: IC         XC       NIKH 
                                         Jesus   Christus  siegt

„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir
und Deine Auferstehung preisen wir,
bis du kommst in Herrlichkeit“.

Am Kreuz erhöhter Herr, wir beten Dich an!


Sr. M. Mechtildis Denz OSB

Impuls zum Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel

Gemälde: Abtei St. Walburg
(Foto: Sr. Anna Jungbauer OSB)

 

Kein Auge hat je gesehen
und kein Ohr hat je gehört,

was Gott denen bereitet hat,
die ihn lieben.

Vgl. 1 Kor 2,9

 

Du fragst, was des Menschen Ziel ist?

Schau auf Maria.

Gott hat sie aufgenommen in den Himmel,

hinein in die dreifaltige Liebe von

Vater, Sohn und Heiligem Geist,

denn

des Menschen Heimat ist Gott.

 

Du fragst,

was dein Ziel ist?

Schau auf Maria.

Gott will dich aufnehmen in den Himmel,

hinein in seine dreifaltige Liebe von

Vater, Sohn und Heiligem Geist,

denn

deine Heimat ist Gott!

 

 

Sr. Anna Jungbauer OSB

Impuls zum Hochfest des heiligen Benedikt, 11. Juli

Sr.M.Concordia Scott OSB, St. Benedict

 

Unter den Augen Gottes
in sich selbst wohnen *

Unter den Augen Gottes
auf sein Wort hören

Unter den Augen Gottes
sich seinem Nächsten zuwenden

Unter den Augen Gottes
in seinem Weinberg mitarbeiten

Unter den Augen Gottes
auch im Dunkeln auf sein Nahsein hoffen

Unter den Augen Gottes
seinen Verheißungen trauen

Unter den Augen Gottes
sein Lob singen

 

Sr.M.Elisabeth Hartwig OSB

 

(* vgl. Vita Benedicti  3,5)

Impuls zum Fest des Heiligsten Herzens Jesu

Herz-Jesu-Gemälde in der Abtei St. Walburg (Foto: Sr. Mary-Clare Amorino OSB)

Am Freitag in der Woche nach dem Fronleichnamsfest feiert die Kirche das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu.

Dieses Fest ist weniger bekannt und hat doch einen ganz speziellen Charakter. Es ist so etwas, wie ein „Fest für enge Freunde“
(R. Cantalamessa).

Im Alten Testament hören wir durch den Propheten Jeremia Gottes Stimme: „ Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir so lange die Treue bewahrt“(Jer 31,3).

Das Neue Testament gibt uns eine noch tiefere Sicht der Liebe des göttlichen Herzens.

Betrachten wir dieses schöne Bild aus unserem Kloster (etwa 19. Jh.), hören wir gleichsam die Stimme des Herrn selbst: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele“ (Mt 6,16).

In der letzten öffentlichen Rede ruft Jesus  seinen Hörern zu. „Wenn ich über der Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen“(Joh 12,33). Mit  diesem Wort sagt er seine Erhöhung und seinen Tod am Kreuz prophetisch voraus. „Das sagte er, um anzudeuten, welchen Tod, er sterben werde“(Joh 12, 33).

Das Mathäus-Evangelium berichtet uns eine besonders anrührende Begegnung mit dem Auferstandenen (Mt 28,9-10). Der  Evangelist erzählt von der Begegnung mit den Frauen auf dem Rückweg vom Grab. „Plötzlich kam Jesus ihnen entgegen und sagt: “Seid gegrüßt!“ Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: “Fürchtet euch nicht. Geht zu meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen“.

Die Meditation dieses Bildes erinnert auch an die Begegnung des Auferstandenen mit Thomas, der die durchstoßene Seite des Herrn berührt und ruft, „Mein Herr und mein Gott!“

(Joh 20,28). Die Frauen und Thomas, dürfen die Wundmale Jesu berühren und kommen zum Glauben an den Auferstandenen. 

 Das Herz Jesu ist für uns Zeichen und Inbegriff seiner unendlichen Liebe und Zeichen völliger Hingabe.

 „Dieses Herz ruft unser Herz an. Es lädt uns ein, aus dem Versuch der Selbsterhaltung herauszutreten, um im Verschenken an ihn und mit ihm die Fülle der Liebe zu finden, die allein Ewigkeit ist und die allein die Welt erhält“
(J. Kard. Ratzinger, Schauen auf den Durchbohrten, S. 59).

So beten wir mit einer Anrufung der Herz-Jesu-Litanei:

Du Herz des Sohnes Gottes, erbarme dich unser!


Sr. Maria v. Hl. Herzen Jesu Glaubitz OSB

Impuls zum Pfingstfest

Bild: A. Lengenfelder, Mai 2013

„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist“ (vgl. Röm 5,5)

Für den Impuls zu Pfingsten wählte ich ein Bild eines Jungen im Vorschulalter. Es zeigt das Wirken des Heiligen Geistes.

Das Bild entstand im Rahmen einer religionspädagogischen Einheit im Kindergarten der Abtei St. Walburg, in der ich die „Pfingstpredigt des Petrus“ (Apg 2,14-36) als Grundlage für das entsprechende Gespräch aussuchte.

Dem Jungen, der das Bild malte, war es sehr wichtig, die Freude darzustellen, welche die Predigthörer erfüllte. So haben alle einen ganz glücklichen Gesichtsausdruck. Ein Zuhörer drängt sich sogar noch ins Bild, um der Botschaft des Petrus, der auf einer anderen Ebene als seine Zuhörer steht, noch besser folgen zu können und um nichts Wichtiges zu verpassen.

Interessant ist, dass es dem Kind gleich zu sein scheint, wie der Heilige Geist auf die Menschen herabkam, zumindest ist davon auf dem Bild nichts festzustellen. Doch man erkennt, dass er auf alle herabkam: arm und reich, jung und alt, krank und gesund.

Petrus trägt ein Gewand in roter Farbe, die auf den Heiligen Geist hinweist, aber ebenso die Liebe darstellt, die uns immer wieder am Pfingstfest neu verdeutlicht wird.

Mögen wir werden wie die Kinder und uns auf das Wesentlichste unseres Christseins konzentrieren: Die Liebe, die uns durch den Heiligen Geist geschenkt wurde, soll unser Leben prägen.


Sr. M. Katharina Scholz OSB

Impuls zum Hochfest Christi Himmelfahrt

Foto: M. Fides Nossek OSB

Ich bin bei euch alle Tage
bis zum Ende der Welt

Die nebenstehende Darstellung der Himmelfahrt Christi stammt aus dem St. Walburger Evangeliar, das unsere Schwester M. Dorothea Brockmann OSB (1899 – 1983) in den Jahren 1935 – 1950 geschaffen hat. Die leuchtenden Farben Blau und Gold, Symbolfarben für das Himmlische, deuten hin auf das Geschehen, nämlich die Heimkehr Christi zum Vater. Die von diesem himmlischen Geschehen geblendeten und zutiefst ergriffenen Apostel, von der Künstlerin bewusst  in Erdfarben gehalten, werden von den Engeln belehrt:

„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen“ (Apg 1, 11)

Für die Wegstrecke von der Himmelfahrt Christi bis zu seiner Wiederkunft bleibt den Aposteln und ebenso uns allen, die an Christus glauben, die Zusage des Herrn:
„Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20).


M. Gertrudis Frank OSB

Impuls zum Hochfest Patrona Bavariae (1. Mai)

Statue Patrona Bavariae, Abtei St. Walburg
(Foto: Sr. Caritas Dirr OSB)

Die Patrona Bavariae auf der Münchener Mariensäule ist die Mitte des bayerischen Landes. Jahrhunderte hindurch wurde das Bildnis verehrt, schauten Christen aller Stände zu Maria auf und stellten sich unter ihren Schutz. Eines der ältesten Mariengebete fasst dieses Vertrauen ebenso schlicht wie innig in Worte:

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren.

                   (aus dem 4. Jahrhundert)

Auch der spätere Zusatz zu diesem Gebet kommt aus dem Herzen all derer, die in Liebe zu Maria rufen:

Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,
versöhne uns mit deinem Sohn,
empfiehl uns deinem Sohn,
stelle uns vor deinem Sohn.

Amen.

Der Meister des Münchener Marienbildes Hubert Gerhard hat sich von diesem Gebet ebenso inspirieren lassen wie der Künstler der hier abgebildeten Skulptur: Maria, geschmückt mit Krone und Szepter, der Mond unter ihren Füßen, reicht gewissermaßen ihr Kind, den Erlöser der Welt, dem Betenden zu. Sie tut es als Mutter, als Mittlerin und als Fürsprecherin.

Äbtissin M. Franziska Salesia Kloos OSB

Foto: Abtei St. Walburg

Impuls zum hl. Osterfest

Die Frauen wussten es,

die schon bei ihm waren von Galiläa her

bis zum Schluss, bis er gestorben war.

Jetzt sagen sie, sie sollten den Brüdern sagen,

- sei ihnen gesagt worden, -

er würde ihnen vorausgehen

nach Galiläa;

dort würden sie ihn sehen.

IHN sehen: Alleluja.

Und sie freuten sich, als sie den Herrn sahen.

IHN sahen: Alleluja.

„Was willst du, dass ich dir tun soll?“,

hat er einmal gefragt.

- „Rabbuni! Sehen.“

DICH sehen: Alleluja.

 

Sr. M. Dominica Heid OSB

Impuls zum Palmsonntag

Einzug Jesu in Jerusalem,
Ölgemälde in der Abtei St. Walburg
Foto: Sr. Mary Clare Amorino OSB

Hosanna!  Mit diesem Ruf beginnt am Palmsonntag unser Gottesdienst.  Was sagen wir mit diesem Wort wirklich?  Papst Emeritus Benedikt XVI. erklӓrt in seinem Buch „Jesus von Nazareth, Zweiter Teil“, dass in der Zeit Jesu Hosanna eine besondere Bedeutung angenommen hatte.  Die Menge begrüße Jesus als Messias bei seinem Einzug in Jerusalem.  Und die Menschen taten es mit voller Freude.  Doch ein paar Tage spӓter ӓnderten sie das „Hosanna!“ in „Kreuzige ihn!“   Es stellt sich die Frage:  Sind wir anders?  Wenn alles für uns wunderbar ist and wir voll Freude sind, rufen auch wir gerne mit der Menge „Hosanna!“  Aber es kӧnnte auch geschehen, dass wir sagen  werden „Kreuzige ihn!“, nӓmlich dann, wenn alles um uns dunkel ist.  Wir müssen kӓmpfen gegen die Tendenz, uns von der Masse bestimmen zu lassen.  Es gilt stark zu sein und festzustehen im Glauben an Jesus, den Herrn und Erlӧser, wie Maria, Johannes und Maria Magdalena unter dem Kreuz es taten. 

In dieser Woche dürfen auch wir Jesus voll Freude zurufen:

„Hosanna, hochgelobt, der da kommt im Namen des Herrn!“


Sr. Mary Clare Amorino OSB

Impuls zum Hochfest Mariä Verkündigung

Verkündigungsgemälde in der Abtei St. Walburg
Foto: Sr. Fides Nossek OSB

„Der Engel des Herrn brachte Maria
die Botschaft, und sie empfing
vom Heiligen Geist….“

Das anmutige Bild eines Künstlers der Rokokozeit, das in einem Saal unseres Klosters hängt, zeigt, wie der Erzengel Gabriel förmlich herabschwebt und in strahlender Helligkeit vor Maria erscheint. Maria selber neigt sich ehrfürchtig und demütig, um die Heilsbotschaft anzunehmen. Das Licht strahlt von Gott aus, der im Symbol der Dreifaltigkeit dargestellt ist.

Das Angelusläuten erinnert uns Tag für Tag an das Hochfest, das wir heute feiern, an diesen entscheidenden Punkt der Geschichte Gottes mit den Menschen. Sein eingeborener Sohn soll zu unserer Erlösung Mensch werden – aus der Jungfrau Maria. Der Engel Gabriel überbringt ihr Gottes Gruß und Ratschluss. Er wartet auf ihre Antwort. Sie erschrickt über seine Anrede und überlegt, doch er beruhigt sie, sagt ihr Gottes Erwählung zu und wie das Unbegreifliche geschehen soll. Und Maria hört – gehorcht – gibt Gott ihr uneingeschränktes Ja mit der Antwort: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn“.

Gott ruft und beruft, aber er zwingt nicht. Er ruft meist leise, und wir brauchen Stille und die Bereitschaft, seinen Ruf anzunehmen, uns Gott anzuvertrauen.
Seine Pläne sind Pläne des Heiles.

Sr. Maria-Josepha Gaar

Impuls zum Aschermittwoch

sog. "Matterhorn" bei Eichstätt (Foto: Sr. Caritas Dirr OSB)

Vergänglichkeit - Unvergänglichkeit

Der Weg nach Golgota.

Steinig. Einsam. Steil.

Warum die Mühe? Warum die Anstrengung?

Am Ende stehen Leid und Tod.

Jesus Christus gibt uns Antwort:

Es ist MEIN Weg.

ICH gehe euch voraus.

Ich zeige euch, dass es kein Ende gibt.

Hinter dem Kreuz leuchtet die tiefblaue unendliche Ewigkeit auf.

Auch für uns.

Auch für mich.

Sr. M. Caritas Dirr OSB

Impuls zum Walburgafest, 25. Februar

Foto: Sr. M. Walburga Pelkmann OSB

Ein Buch   -   Ein Fläschchen

Fast wirkt es so, als würde die hl.Walburga uns
ein Geschenk überreichen.

Ein Buch?   -   Ein Fläschchen?

Hl. Schrift    -   Hl. Öl   

Im Buch des Propheten  Jesaja heißt es:
„Ihr werdet Wasser schöpfen  voll Freude aus den Quellen des Heils“ (12,3)

Hl. Schrift?   -   Hl. Öl?

Die hl. Walburga war eine große Glaubensbotin. Man sagt ihr eine große Liebe zur Hl. Schrift und zum Gebet nach.

Sie kann uns den Weg
zu den wahren Quellen aufzeigen.

Sr. M. Walburga Pelkmann OSB

Impuls zum Fest der Darstellung des Herrn

Das Heil sehen und verkünden

Das Lukasevangelium berichtet von der Darstellung des Herrn im Tempel (Lk 2,22-40): Die Eltern Jesu brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, dem Gesetz des Herrn gemäß. Für zwei Tempelbesucher erfüllte sich in dieser Stunde die große Sehnsucht ihres wartenden Herzens. Sie dürfen mit den Augen ihres Leibes, aber noch mehr mit den Augen ihres Glaubens, das Heil sehen, das „Licht zur Erleuchtung der Heiden und die Herrlichkeit für das Volk Israel“. Der greise Simeon, gerecht und fromm, war vom Heiligen Geist in den Tempel geführt worden. Er durfte das Kind in seine Arme nehmen und Gott preisen für die Offenbarung des Heiles. Auch die fromme Prophetin Hanna war nicht nur Zeugin des Geschehens, sondern erkannte ebenso in diesem Kind Gott, den von ihr sehnlichst erwarteten Messias. Auch sie pries Gott und erzählte davon allen, die wie sie und Simeon auf die Erlösung Israels warteten.

Es ist auch unsere Berufung, wie Simeon und Hanna Gott zu preisen und das Heil in Jesus Christus allen zu verkünden.

Sr. M. Therese Ferstl OSB

Der Lohn des greisen Königs

(Foto: George Meister, München, Copyright Abtei St. Walburg, Eichstätt)

Die Heiligen Drei Könige werden am Hof des Königs Herodes empfangen, wohl als Sterndeuter, weise Gelehrte aus dem Orient.

Dort bringen sie ihren gemeinsamen, drängenden Wunsch vor, den neugeborenen König zu finden. Sie erwarten am Hof des Königs den König. „Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“ Einem neu aufgehenden Stern sind sie gefolgt, weise Gelehrte. Nun wissen sie nicht, was dieser neue König mit sich bringt.

Herodes wird, obwohl Gegner des Neugeborenen, zu dessen Wegweiser nach Bethlehem. Dort offenbart sich ihnen das Unerwartete. Sie finden in einem armseligen Stall vom Stern erleuchtet die Mutter und das Kind. Was aber erfüllt sich für sie? In Bethlehem im Lande Juda wird der König, der Retter nicht nur für Israel, sondern für die ganze Welt offenbar.

Sie sehen den Stern und werden von sehr großer Freude erfüllt. Sie sehen das Kind und Maria, seine Mutter. Da fallen sie nieder und huldigen ihm.

Woher kommt ihre Freude? Das Tafelbild spricht uns unmittelbar an. Der greise König streckt die Arme aus nach dem Kind. Und es geschieht Begegnung. Das Kind mit dem Antlitz eines erwachsenen, reifen Menschen erwidert den Wunsch nach Nähe und liebkost streichelnd Gesicht und Bart des alten Mannes. Aus der Sehnsucht der Liebe heraus entsteht Begegnung, und in dieser Begegnung tiefste Erfüllung.

Was ist nun der Lohn des Königs?

Er ist dem Stern seiner Berufung gefolgt, hat die Bestimmung seines Lebens, seinen König gefunden.

Mir kommt gleichsam als Fortsetzung des Bildgeschehens die Strophe aus einem Sternsingerlied von Georg Thurmair in den Sinn: „Wir fielen in Andacht zur Erde und lobten das Kindlein gar hold, und jeder von uns, der bescherte ihm Weihrauch und Myrrhen und Gold. Wir wollten es mehr noch belohnen und gaben ihm all unser Glück,- da schrieb es ein Kreuz in die Kronen und gab sie uns lächelnd zurück.“

Sr. Scholastika Herrmann OSB

Zum Weihnachtsfest

(Foto: George Meister, München, Copyright Abtei St. Walburg, Eichstätt)

Das Tafelbild „Geburt Christi“ (Ende 15. Jh.) in der Chorkapelle der Abtei St. Walburg lädt zur Anbetung ein

In einer an einem Weg gelegenen Hausruine kniet Maria, die Hände über der Brust kreuzend, vor dem göttlichen Kind. Nackt, nur geschützt durch den Mantel seiner Mutter, liegt dieses auf dem  bloßen Erdboden.  Strahlen göttlichen Lichts gehen von ihm aus.

Mit dem Ausdruck höchster Seligkeit blickt Maria auf ihr Kind. Dieses wiederum schaut sehr wach, voll gütigen Ernstes zur Mutter empor.

Abseits harrt staunend der Nährvater Josef.

Ganz nah haben sich dagegen Ochse und Esel herangewagt. Sie knien dicht vor dem Kind. Blicke und Mimik beider Tiere wirken geradezu menschlich. Der Ochse richtet einen gleichsam verstehenden Blick auf das Kind. Der Esel scheint froh zu lächeln.

Die anbetenden Tiere nahebei, der staunende Josef in ehrfürchtigem Abstand, vom Himmel her die jubilierenden Engel: sie alle weisen hin auf den in Armut von der Jungfrau Maria geborenen Gottessohn, der als das Licht in die Finsternis der Welt gekommen ist.

Gleich Maria will auch ich in großer Freude und in tiefer Ehrfurcht anbetend vor dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes in die Knie sinken.

Sr. Maria Magdalena Zunker OSB

Zum Ersten Adventsonntag

(Foto: Sr. M. Fides Nossek OSB)
(Foto: Sr. M. Fides Nossek OSB)

Ein offenes Tor lädt zum Eintreten ein, so wie dieses schmiedeeiserne Tor in unserem Klostergarten. In dem bekannten Adventslied „ Macht hoch die Tür, die Tor macht weit….“ wird das Bild vom Tor auf das Kommen des Herrn angewendet. Wir singen dieses Lied oft und gern, doch ist es immer wieder nötig, dass wir uns auch seine Aussagen bewusst machen: Wer ist es, der da kommt? Es ist „der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich“. Für Ihn soll dieses Tor geöffnet werden – gemeint ist das Tor unseres Herzens, unseres Glaubens, unserer Liebe. So können auch wir „Heil und Leben“, das Er bringt, empfangen und weiterschenken.

Sr. M. Fides Nossek OSB

Sonntagsvesper in der Pfarrkirche

Sonntagsvesper in St. Walburg

An folgenden Sonntagen singt der Konvent von St. Walburg jeweils um 17.00 Uhr die Choral-
vesper in der Abtei-
und Wallfahrtskirche
St. Walburg
(die Kirchengemeinde gehört zur Eichstätter Dompfarrei):

  • 24. September
  •  1. Oktober
  • 29. Oktober
  • 26. November

Die Gläubigen sind dazu herzlich eingeladen!

Gottesdienste