Ostern 2026
“… wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen. In ihr haben wir einen sicheren und festen Anker der Seele, der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang: dorthin ist Jesus für uns als unser Vorläufer hineingegangen, er, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester ist auf ewig.” (Hebr 6,18/19)
Über hundert Mal taucht der Begriff “Hoffnung” in der hl. Schrift auf. Der hl. Paulus nennt Gott im Römerbrief einen “Gott der Hoffnung” (Röm 15,13). Sowohl auf dem Weg nach Ostern hin durch die Karwoche, als auch am Osterfest selbst begegnet uns immer wieder das Wort Hoffnung. “O Crux ave spes unica ….” (6. Strophe im Karwochen-Hymnus “Vexilla regis”) “ O heilges Kreuz, sei uns gegrüßt, du einzge Hoffnung dieser Welt!”“Surrexit Christus spes mea” (aus der Ostersequenz “Victimae pascali laudes”) “Er lebt, der Herr meine Hoffnung.”
Hoffnungslosigkeit und Resignation scheinen - angesichts von Kriegen und Katastrophen - gegenwärtig eine Grundstimmung in der Gesellschaft zu sein, der oft schwer etwas entgegenzusetzen ist. Die Angst vor dem “Zugrundegehen” ist aber nicht eine Sorge unserer Zeit, diese Furcht ist so alt wie die Menschheit. ("Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!" (Stillung des Seesturms in Mt 8,25))
“Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.” (Röm 5,5)
Gott hat uns in der Auferstehung Jesu einen Anker der Hoffnung geschenkt, der uns in den Stürmen des Lebens als einziger sicherer, beständiger Halt gegeben ist. Im deutschen Laudes-Hymnus der Karwoche wird das Kreuz Christi treffend als die Planke bezeichnet, “… die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt.” (Sr. Caritas Dirr OSB)
Die Gemeinschaft von St. Walburg wünscht Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest 2026!












