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Impuls zum Hochfest Christi Himmelfahrt

Foto: M. Fides Nossek OSB

Ich bin bei euch alle Tage
bis zum Ende der Welt

Die nebenstehende Darstellung der Himmelfahrt Christi stammt aus dem St. Walburger Evangeliar, das unsere Schwester M. Dorothea Brockmann OSB (1899 – 1983) in den Jahren 1935 – 1950 geschaffen hat. Die leuchtenden Farben Blau und Gold, Symbolfarben für das Himmlische, deuten hin auf das Geschehen, nämlich die Heimkehr Christi zum Vater. Die von diesem himmlischen Geschehen geblendeten und zutiefst ergriffenen Apostel, von der Künstlerin bewusst  in Erdfarben gehalten, werden von den Engeln belehrt:

„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen“ (Apg 1, 11)

Für die Wegstrecke von der Himmelfahrt Christi bis zu seiner Wiederkunft bleibt den Aposteln und ebenso uns allen, die an Christus glauben, die Zusage des Herrn:
„Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20).


M. Gertrudis Frank OSB

Impuls zum Hochfest Patrona Bavariae (1. Mai)

Statue Patrona Bavariae, Abtei St. Walburg
(Foto: Sr. Caritas Dirr OSB)

Die Patrona Bavariae auf der Münchener Mariensäule ist die Mitte des bayerischen Landes. Jahrhunderte hindurch wurde das Bildnis verehrt, schauten Christen aller Stände zu Maria auf und stellten sich unter ihren Schutz. Eines der ältesten Mariengebete fasst dieses Vertrauen ebenso schlicht wie innig in Worte:

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren.

                   (aus dem 4. Jahrhundert)

Auch der spätere Zusatz zu diesem Gebet kommt aus dem Herzen all derer, die in Liebe zu Maria rufen:

Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,
versöhne uns mit deinem Sohn,
empfiehl uns deinem Sohn,
stelle uns vor deinem Sohn.

Amen.

Der Meister des Münchener Marienbildes Hubert Gerhard hat sich von diesem Gebet ebenso inspirieren lassen wie der Künstler der hier abgebildeten Skulptur: Maria, geschmückt mit Krone und Szepter, der Mond unter ihren Füßen, reicht gewissermaßen ihr Kind, den Erlöser der Welt, dem Betenden zu. Sie tut es als Mutter, als Mittlerin und als Fürsprecherin.

Äbtissin M. Franziska Salesia Kloos OSB

Foto: Abtei St. Walburg

Impuls zum hl. Osterfest

Die Frauen wussten es,

die schon bei ihm waren von Galiläa her

bis zum Schluss, bis er gestorben war.

Jetzt sagen sie, sie sollten den Brüdern sagen,

- sei ihnen gesagt worden, -

er würde ihnen vorausgehen

nach Galiläa;

dort würden sie ihn sehen.

IHN sehen: Alleluja.

Und sie freuten sich, als sie den Herrn sahen.

IHN sahen: Alleluja.

„Was willst du, dass ich dir tun soll?“,

hat er einmal gefragt.

- „Rabbuni! Sehen.“

DICH sehen: Alleluja.

 

Sr. M. Dominica Heid OSB

Impuls zum Palmsonntag

Einzug Jesu in Jerusalem,
Ölgemälde in der Abtei St. Walburg
Foto: Sr. Mary Clare Amorino OSB

Hosanna!  Mit diesem Ruf beginnt am Palmsonntag unser Gottesdienst.  Was sagen wir mit diesem Wort wirklich?  Papst Emeritus Benedikt XVI. erklӓrt in seinem Buch „Jesus von Nazareth, Zweiter Teil“, dass in der Zeit Jesu Hosanna eine besondere Bedeutung angenommen hatte.  Die Menge begrüße Jesus als Messias bei seinem Einzug in Jerusalem.  Und die Menschen taten es mit voller Freude.  Doch ein paar Tage spӓter ӓnderten sie das „Hosanna!“ in „Kreuzige ihn!“   Es stellt sich die Frage:  Sind wir anders?  Wenn alles für uns wunderbar ist and wir voll Freude sind, rufen auch wir gerne mit der Menge „Hosanna!“  Aber es kӧnnte auch geschehen, dass wir sagen  werden „Kreuzige ihn!“, nӓmlich dann, wenn alles um uns dunkel ist.  Wir müssen kӓmpfen gegen die Tendenz, uns von der Masse bestimmen zu lassen.  Es gilt stark zu sein und festzustehen im Glauben an Jesus, den Herrn und Erlӧser, wie Maria, Johannes und Maria Magdalena unter dem Kreuz es taten. 

In dieser Woche dürfen auch wir Jesus voll Freude zurufen:

„Hosanna, hochgelobt, der da kommt im Namen des Herrn!“


Sr. Mary Clare Amorino OSB

Impuls zum Hochfest Mariä Verkündigung

Verkündigungsgemälde in der Abtei St. Walburg
Foto: Sr. Fides Nossek OSB

„Der Engel des Herrn brachte Maria
die Botschaft, und sie empfing
vom Heiligen Geist….“

Das anmutige Bild eines Künstlers der Rokokozeit, das in einem Saal unseres Klosters hängt, zeigt, wie der Erzengel Gabriel förmlich herabschwebt und in strahlender Helligkeit vor Maria erscheint. Maria selber neigt sich ehrfürchtig und demütig, um die Heilsbotschaft anzunehmen. Das Licht strahlt von Gott aus, der im Symbol der Dreifaltigkeit dargestellt ist.

Das Angelusläuten erinnert uns Tag für Tag an das Hochfest, das wir heute feiern, an diesen entscheidenden Punkt der Geschichte Gottes mit den Menschen. Sein eingeborener Sohn soll zu unserer Erlösung Mensch werden – aus der Jungfrau Maria. Der Engel Gabriel überbringt ihr Gottes Gruß und Ratschluss. Er wartet auf ihre Antwort. Sie erschrickt über seine Anrede und überlegt, doch er beruhigt sie, sagt ihr Gottes Erwählung zu und wie das Unbegreifliche geschehen soll. Und Maria hört – gehorcht – gibt Gott ihr uneingeschränktes Ja mit der Antwort: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn“.

Gott ruft und beruft, aber er zwingt nicht. Er ruft meist leise, und wir brauchen Stille und die Bereitschaft, seinen Ruf anzunehmen, uns Gott anzuvertrauen.
Seine Pläne sind Pläne des Heiles.

Sr. Maria-Josepha Gaar

Impuls zum Aschermittwoch

sog. "Matterhorn" bei Eichstätt (Foto: Sr. Caritas Dirr OSB)

Vergänglichkeit - Unvergänglichkeit

Der Weg nach Golgota.

Steinig. Einsam. Steil.

Warum die Mühe? Warum die Anstrengung?

Am Ende stehen Leid und Tod.

Jesus Christus gibt uns Antwort:

Es ist MEIN Weg.

ICH gehe euch voraus.

Ich zeige euch, dass es kein Ende gibt.

Hinter dem Kreuz leuchtet die tiefblaue unendliche Ewigkeit auf.

Auch für uns.

Auch für mich.

Sr. M. Caritas Dirr OSB

Impuls zum Walburgafest, 25. Februar

Foto: Sr. M. Walburga Pelkmann OSB

Ein Buch   -   Ein Fläschchen

Fast wirkt es so, als würde die hl.Walburga uns
ein Geschenk überreichen.

Ein Buch?   -   Ein Fläschchen?

Hl. Schrift    -   Hl. Öl   

Im Buch des Propheten  Jesaja heißt es:
„Ihr werdet Wasser schöpfen  voll Freude aus den Quellen des Heils“ (12,3)

Hl. Schrift?   -   Hl. Öl?

Die hl. Walburga war eine große Glaubensbotin. Man sagt ihr eine große Liebe zur Hl. Schrift und zum Gebet nach.

Sie kann uns den Weg
zu den wahren Quellen aufzeigen.

Sr. M. Walburga Pelkmann OSB

Impuls zum Fest der Darstellung des Herrn

Das Heil sehen und verkünden

Das Lukasevangelium berichtet von der Darstellung des Herrn im Tempel (Lk 2,22-40): Die Eltern Jesu brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, dem Gesetz des Herrn gemäß. Für zwei Tempelbesucher erfüllte sich in dieser Stunde die große Sehnsucht ihres wartenden Herzens. Sie dürfen mit den Augen ihres Leibes, aber noch mehr mit den Augen ihres Glaubens, das Heil sehen, das „Licht zur Erleuchtung der Heiden und die Herrlichkeit für das Volk Israel“. Der greise Simeon, gerecht und fromm, war vom Heiligen Geist in den Tempel geführt worden. Er durfte das Kind in seine Arme nehmen und Gott preisen für die Offenbarung des Heiles. Auch die fromme Prophetin Hanna war nicht nur Zeugin des Geschehens, sondern erkannte ebenso in diesem Kind Gott, den von ihr sehnlichst erwarteten Messias. Auch sie pries Gott und erzählte davon allen, die wie sie und Simeon auf die Erlösung Israels warteten.

Es ist auch unsere Berufung, wie Simeon und Hanna Gott zu preisen und das Heil in Jesus Christus allen zu verkünden.

Sr. M. Therese Ferstl OSB

Der Lohn des greisen Königs

(Foto: George Meister, München, Copyright Abtei St. Walburg, Eichstätt)

Die Heiligen Drei Könige werden am Hof des Königs Herodes empfangen, wohl als Sterndeuter, weise Gelehrte aus dem Orient.

Dort bringen sie ihren gemeinsamen, drängenden Wunsch vor, den neugeborenen König zu finden. Sie erwarten am Hof des Königs den König. „Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“ Einem neu aufgehenden Stern sind sie gefolgt, weise Gelehrte. Nun wissen sie nicht, was dieser neue König mit sich bringt.

Herodes wird, obwohl Gegner des Neugeborenen, zu dessen Wegweiser nach Bethlehem. Dort offenbart sich ihnen das Unerwartete. Sie finden in einem armseligen Stall vom Stern erleuchtet die Mutter und das Kind. Was aber erfüllt sich für sie? In Bethlehem im Lande Juda wird der König, der Retter nicht nur für Israel, sondern für die ganze Welt offenbar.

Sie sehen den Stern und werden von sehr großer Freude erfüllt. Sie sehen das Kind und Maria, seine Mutter. Da fallen sie nieder und huldigen ihm.

Woher kommt ihre Freude? Das Tafelbild spricht uns unmittelbar an. Der greise König streckt die Arme aus nach dem Kind. Und es geschieht Begegnung. Das Kind mit dem Antlitz eines erwachsenen, reifen Menschen erwidert den Wunsch nach Nähe und liebkost streichelnd Gesicht und Bart des alten Mannes. Aus der Sehnsucht der Liebe heraus entsteht Begegnung, und in dieser Begegnung tiefste Erfüllung.

Was ist nun der Lohn des Königs?

Er ist dem Stern seiner Berufung gefolgt, hat die Bestimmung seines Lebens, seinen König gefunden.

Mir kommt gleichsam als Fortsetzung des Bildgeschehens die Strophe aus einem Sternsingerlied von Georg Thurmair in den Sinn: „Wir fielen in Andacht zur Erde und lobten das Kindlein gar hold, und jeder von uns, der bescherte ihm Weihrauch und Myrrhen und Gold. Wir wollten es mehr noch belohnen und gaben ihm all unser Glück,- da schrieb es ein Kreuz in die Kronen und gab sie uns lächelnd zurück.“

Sr. Scholastika Herrmann OSB

Zum Weihnachtsfest

(Foto: George Meister, München, Copyright Abtei St. Walburg, Eichstätt)

Das Tafelbild „Geburt Christi“ (Ende 15. Jh.) in der Chorkapelle der Abtei St. Walburg lädt zur Anbetung ein

In einer an einem Weg gelegenen Hausruine kniet Maria, die Hände über der Brust kreuzend, vor dem göttlichen Kind. Nackt, nur geschützt durch den Mantel seiner Mutter, liegt dieses auf dem  bloßen Erdboden.  Strahlen göttlichen Lichts gehen von ihm aus.

Mit dem Ausdruck höchster Seligkeit blickt Maria auf ihr Kind. Dieses wiederum schaut sehr wach, voll gütigen Ernstes zur Mutter empor.

Abseits harrt staunend der Nährvater Josef.

Ganz nah haben sich dagegen Ochse und Esel herangewagt. Sie knien dicht vor dem Kind. Blicke und Mimik beider Tiere wirken geradezu menschlich. Der Ochse richtet einen gleichsam verstehenden Blick auf das Kind. Der Esel scheint froh zu lächeln.

Die anbetenden Tiere nahebei, der staunende Josef in ehrfürchtigem Abstand, vom Himmel her die jubilierenden Engel: sie alle weisen hin auf den in Armut von der Jungfrau Maria geborenen Gottessohn, der als das Licht in die Finsternis der Welt gekommen ist.

Gleich Maria will auch ich in großer Freude und in tiefer Ehrfurcht anbetend vor dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes in die Knie sinken.

Sr. Maria Magdalena Zunker OSB

Zum Ersten Adventsonntag

(Foto: Sr. M. Fides Nossek OSB)
(Foto: Sr. M. Fides Nossek OSB)

Ein offenes Tor lädt zum Eintreten ein, so wie dieses schmiedeeiserne Tor in unserem Klostergarten. In dem bekannten Adventslied „ Macht hoch die Tür, die Tor macht weit….“ wird das Bild vom Tor auf das Kommen des Herrn angewendet. Wir singen dieses Lied oft und gern, doch ist es immer wieder nötig, dass wir uns auch seine Aussagen bewusst machen: Wer ist es, der da kommt? Es ist „der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich“. Für Ihn soll dieses Tor geöffnet werden – gemeint ist das Tor unseres Herzens, unseres Glaubens, unserer Liebe. So können auch wir „Heil und Leben“, das Er bringt, empfangen und weiterschenken.

Sr. M. Fides Nossek OSB

Sonntagsvesper in der Pfarrkirche

Sonntagsvesper in St. Walburg

An folgenden Sonntagen singt der Konvent von St. Walburg jeweils um 17.00 Uhr die Choral-
vesper in der Abtei-
und Wallfahrtskirche
St. Walburg
(die Kirchengemeinde gehört zur Eichstätter Dompfarrei):

  • 25. Juni 2017
  • 30. Juli
  • 27. August
  • 24. September
  • 29. Oktober
  • 26. November

Die Gläubigen sind dazu herzlich eingeladen!

Gottesdienste